Vom Umgang mit ZOMBIES

Bevor wir in das schwierige Thema ZOMBZOMBIES in der BIBEL?IES einsteigen erst mal ein paar Warnhinweise, wie sie auch zu jedem guten ZOMBIE-Film gehören.

Es ist wie mit den ZOMBIE-Filmen: Die ZOMBIE-Filme sind nur für erwachsene (leicht verstörte) Menschen ab 18 Jahren. Auch die nachfolgenden Gedanken sind nur für erwachsene Menschen gedacht, nämlich Menschen, die im Glauben an Gott erwachsen sind !!!

Oder um es mal im Klartext zu sagen: Was jetzt kommt ist:

NIX für NICHTCHRISTEN !

Also, Ihr solltet dann auf die NICHTCHRISTEN klicken. Für Euch habe ich auch eine interessante Site vorbereitet. Ich warte noch kurz . . . . . . . . . . .  O.K. 

So, nachdem alle anderen die Internetsite verlassen haben, sind wir also unter uns, liebe Brüder und Schwestern im Glauben : )

ZOMBIES? In der Bibel? Nun ja, jetzt mal Spaß zur Seite. Ich glaube wirklich, dass einige NICHTCHRISTEN die nachfolgenden Gedanken ziemlich krass finden werden. Zum einen wird der Gedanke abschreckend sein, was ein ZOMBIE eigentlich ist und welche erschreckende Wahrheit sich dahinter verbirgt. Vielleicht scheint es den Menschen die Jesus nicht persönlich in Ihrem Leben kennen auch seltsam, dass wir Christen uns so seltsame Gedanken darüber machen, wie wir den anderen Menschen etwas von Jesus erzählen können. Da muss ich ausnahmsweise mal den NICHTCHRISTEEN zustimmen:
Wenn wir vom Fußballspiel gestern Abend und einen flachen Witz erzählen, dann machen wir schließlich auch keinen solchen Aufstand. Vielleicht haben wir da wirklich was an der Waffel !

Ich nehme mal an, dass die meisten, die diese Seite besuchen noch keinen ZOMBIE-Film gesehen haben. Hier also eine kurze Erläuterung:

ZOMBIES sind im Film Tote, halb verweste Leichname, die plötzlich aus den Gräber kriechen und völlig unmotiviert mordend durch die Gegend ziehen. Ein Vampir tötet weil er Blut braucht, ein Zombie tötet weil er gerade nichts besseres vor hat. Sie sind seelenlos, kennen keine Gnade und haben nichts mehr mit den Menschen gemein, die einst in diesem Körper gelebt haben. ZOMBIES sind LEBENDE TOTE

Solche ZOMBIES gibt es natürlich nicht, aber es gibt in der Bibel durchaus Menschen, die eigentlich TOT sind, die aber äußerlich einen lebendigen Eindruck machen. Jesus sagt mal zu einem jungen Mann, der nur noch schnell seinen Vater beerdigen möchte, bevor er mit Jesus weiterzieht:
Der erste Kontakt mit ZOMBIES?

Mt 8,22 Aber Jesus spricht zu ihm: Folge du mir, und lass die Toten ihre Toten begraben!

Da soll ein junger Mann nicht nach Hause gehen um seinen Vater zu beerdigen, sondern Jesus nachfolgen. Und Jesus meint: ”Die Toten sollen doch die Toten begraben!” Wie sollen denn TOTE die TOTEN begraben? Die Toten sind hier Menschen, die Jesus nicht nachfolgen. Menschen, die keine Vergebung der Sünde erfahren haben, die nicht mit Gott leben sind nach Jesu Vorstellung bereits TOT. Unglaublich oder?

Wir sind nach Vorstellung der Bibel von einer riesigen Schar lebendiger Toter umgeben. Nicht körperlich Tote, aber geistlich tote Menschen.

Jeder dieser geistlichen ZOMBIES kann aber durch Christus zu einem erfüllten Leben finden. Jeder kann Jesus kennenlernen .... nur wissen die meisten ZOMBIES nichts davon. Und da fängt unsere Aufgabe an. Die große Aufgabe, wie wir mit den ZOMBIES umgehen sollen!

Talking with ZOMBIES

Wir Christen sind schon ein seltsamer Haufen. Wir haben einen Herrn, der liebevoller ist als jeder andere, der barmherziger ist als jeder andere, der gnädiger ist als jeder andere, der stärker ist als jeder andere, der uns echtes Leben schenkt und oft merkt man uns das gar nicht an!

Wenn wir dann aber doch mal Feuer und Flamme sind für Jesus, dann tun wir uns schwer im Umgang mit den ZOMBIES, den lieben Nichtchristen:

  • Ich möchte einem anderen etwas von Jesus erzählen, aber ist das nicht draufgedrückt?
  • Ich erzähle von dem einzigen Gott, der auf die Erde kam, aber ist das nicht intolerant den anderen, Allah, Chiva, Buddah ... gegenüber.
  • Ich habe doch selber noch so viele Fehler, darf ich da überhaupt groß das Maul aufreißen?

Vom Umgang mit ZOMBIES

Kaum habe ich mich dann überwunden etwas vom Glauben zu erzählen, da muss ich dann den Kopf einziehen und mich für den Papst, die Inquisition und die Hexenverbrennungen rechtfertigen, als hätte ich letzte Woche “die kleine Hexe” gegrillt.

Und hab ich es irgendwann auf die Reihe gebracht, die Leute wissen nun dass ich Christ bin, dann wird mir auf die Finger geschaut, als sei ich vorbestraft und würde an der Kasse beim ALDI arbeiten, und alle haben die Hoffnung endlich beweisen zu können, dass sich bei mir ja doch nichts verändert hat. Und wenn man dann einmal in 5 Jahren einen richtig schlechten Tag hat, dann hört man das bis zum Rest seines Lebens mit Regelmäßigkeit. So geschehen bei mir ...

Solche schlechten Erfahrungen hat sicher jeder von uns schon einmal eingesteckt: Da wird man belächelt, beobachtet, zurechtgewiesen oder schlicht nicht ernst genommen. Man ist dann schnell versucht, einfach den Mund zu halten und die Sache auf sich beruhen zu lassen. Das ist aber auch keine Lösung, denn: Christsein ist eine persönliche Angelegenheit, aber keine Privatsache. Deshalb können wir nicht schweigen!

Gibt die Bibel eigentlich Anweisungen dafür, wie wir mit ZOMBIES umgehen sollen? Hat uns Gott nicht ein paar konkrete Tips, wie wir die Sache etwas entspannter angehen können, ohne jeden Fehler selber gemacht haben zu müssen!

Zum Anfang soll einmal Jesus zu Wort kommen in einer Begebenheit, wo der sonst so liebevolle Rabbi einer Frau echt wüste Worte an den Kopf wirft.

Jesus - hundsgemein !

     

Matthäus 15 21 Und Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegenden von Tyrus und Sidon zurück; 22 und siehe, eine kanaanäische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, schrie und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen. 23 Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn und sprachen: Entlass sie, denn sie schreit hinter uns her. 24 Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 25 Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! 26 Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen. 27 Sie aber sprach: Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen. 28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.

Das ist ja mal ein krasser Text. Jesus stößt eine Frau lieblos vor den Kopf, die hilfesuchend zu ihm kommt, weil es ihrer Tochter nicht gut geht! Es ist ja schon ein hartes Ding einer Frau zu sagen, dass sie ein Hund ist, der meinem Kind das Essen vom Teller stehlen will. Und der Anlass für diese Äußerung ist lediglich der, dass die Frau keine Israelin ist. Aber halt mal! Das klingt ja so, als ob Jesus ein Rassist war !?

Da muss man mal kurz innehalten und sich im Römerbrief Kapitel 11 gönnen. Paulus zeigt auf, dass der Messias, also Jesus, zunächst nur für Gottes Volk, die Israelis, auf die Erde gekommen ist. Weil die Juden ihn dann abgelehnt haben, hat er sich der ganzen Welt zugewandt. Unser Heil verdanken wir also der Hartherzigkeit der Juden. (Am Ende der Zeiten, wenn Jesus wiederkommt, werden Juden und Christen dann gemeinsam den Messias Jesus anbeten.)

Hier schimmert etwas durch von dem Plan, den Gott mit den Menschen hat, von der Heilsgeschichte. Wichtig ist, zunächst war Jesus nur für das Volk Gottes da. Dieses Volk ist für Gott wie seine leiblichen Kinder. Aber in dem Moment, wo Jesus sich über die Frau erbarmt, in dem Moment wo er ihr krankes Kind heilt, zeigt sich schon, was vor Gott wirklich wichtig ist: nicht die Abstammung, sondern der Glaube macht dich zu Gottes Kind. Mit Jesus bricht auch hier etwas total Neues an.

Die Szene des Neuen Testamentes, wo das Versöhnungsangebot Gottes durch den Kreuzestod Jesu konkret an alle Menschen aller Länder gerichtet wird, ist die Himmelfahrt Jesu. Dort spricht Jesus zu seinen Jüngern:

    Matthäus 28 18 Und Jesus trat zu [ihnen] und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. 19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,  20 und sie lehrt alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.

Jesus wendet sich also von Ungläubigen, den ZOMBIES nicht ab, sondern er sucht sie. Jesus will Gemeinschaft mit diesen Menschen. Jesus hat die Zöllner und Sünder ja immer selbst aufgesucht und mit ihnen gegessen und gefeiert. Hierin ist er das Vorbild für uns. Soweit sind wir wahrscheinlich alle schon: Jesus möchte, dass wir sein Angebot bekannt machen, dass wir andere Menschen zu einem Leben mit ihm einladen. Wie wir das tun können hängt sicherlich von den Gaben eines jeden einzelnen ab, die Bibel gibt aber auch Tips, die uns alle angehen.

Mein Zeugnis "Zeugnis geben" ist wieder so eine Wortkreation in neo-kananäisch. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass mir der Rektor nach 13 harten Schuljahren das Abschlusszeugnis in die feuchten Hände drückt. Es hat aber in beiden Fällen etwas damit zu tun, der "Wahrheit ins Auge zu blicken". (" Es tut uns leid Herr Wagner, aber ihre Leistungen im Grundkurs Englisch waren leider ..."). Wenn das Neue Testament vom "Zeugnis" spricht, dann ist dabei "Bezeugen" bzw. "Sich zu etwas Bekennen" gemeint. Das Wort taucht zum Beispiel auch in der Gerichtsverhandlung gegen Jesus auf, wo falsche Zeugen auftreten sollten!

Jesus stellt im Matthäus-Evangelium ganz klar fest, was er von seinen Jüngern erwartet:

    Matthäus 10 32 Jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 33 Wer aber mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 34 Meint nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36 und des Menschen Feinde [werden] seine eigenen Hausgenossen [sein]. 

Was Jesus hier klar äußert ist, dass:

  1. in meinem Umgang mit Mitmenschen herauskommen wird, dass ich zu ihm gehöre. Wenn das nicht geschieht habe ich etwas falsch gemacht.
  2. wenn ich zu ihm gehöre, dann werden die Menschen wie durch ein Schwert in zwei Lager gespalten. Dieser Riss geht durch Familien, Kollegen- und Freundeskreise.
  3. Sich zu Jesus zu bekennen ist bei weitem nicht angenehm, sondern wir haben offensichtlich einen frischen Gegenwind zu erwarten.

Aber was heißt das denn nun konkret? Muss ich im Geschäft, an der Werkbank, meine Kollegen jeden Morgen mit einem Bibelvers nerven? Muss ich in der Firma am Morgen Traktate verteilen, wenn die IG-Metall mal gerade keine Flugblätter bereithält? Soll ich an der Uni die Kommilitonen zu einem Leben in der Nachfolge Jesu Christi auffordern .....

Papst, Hexenverbrennungen und Inquisition

Hier gibt es keine goldenen Regeln, nur eine Menge von Erfahrungen. Weil ich die meisten Fehler selbst gemacht habe, bin ich quasi schon ein Spezialist. Es ist wie in der Schule: Mein Zeugnis war noch nie sehr gut! Aus den Reaktionen von einer Menge von Andachten habe ich allerdings eines lernen dürfen. Eine der wichtigsten Lektionen ist diese hier:

    Über Papst und Hexenverbrennung kann man lange diskutieren, aber meine persönlichen Erfahrungen kann keiner widerlegen.

Diskutiert nicht theologische Dogmen, neuste Ausgrabungsfunde in Qumran oder das Zölibat. Zeugnis geben heißt nicht diese oder jene Meinung zu unterstützen, sondern mit seiner Person für Jesus einstehen.

Wenn ich sage: "Ich habe erfahren, dass Jesus ein erfülltes Leben sc

Schöne Rede... CHRIST !

henkt, das aus allen Nähten knallt", dann kann der andere sagen, "Das will ich auch", oder "Das will ich nicht!", aber meine Erfahrung kann mir niemand nehmen.

Wie ihr schnell feststellen werdet, ist so ein Standpunkt aber auch viel gefährlicher für euch. Dann stellt ihr euch persönlich in die Schußbahn, anstatt eine theologische Meinung in die Runde zu werfen, die man zur Not wieder ändern kann. Aber diese Erfahrung deckt sich mit dem was Jesus sagt: Wenn ihr Jesus bezeugt, dann ist nicht Friede- Freude-Eierkuchen, sondern Schwert- Krieg.

Wenn ihr zurecht sagt, dass ihr davor aber Bammel habt, dann seid ihr voll in einer Linie mit den Gestalten der Bibel, denn dem Timotheus, dem Vorzeigezögling von Paulus, ging es genauso. Deshalb schreibt ihm Paulus kurz vor seinem Tod:

    2.Timotheus 1 7 Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. 8 So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn noch meiner, seines Gefangenen, sondern leide mit für das Evangelium nach der Kraft Gottes;

Wagt es einfach mal, zu erzählen, welche Erfahrungen ihr mit Jesus gemacht habt. Seid 100% ehrlich und ihr werdet erleben, dass manche Menschen ins Nachdenken kommen. Das ist tausendmal effektiver als ein Streit über den Papst oder jemandem einen Wachturm (.. das Blättchen ist allerdings von der Konkurrenz) in die Hand zu drücken.

Keine unnützen Debatten!..auch nicht mit ZOMBIES

Eine Sache hat es zu allen Zeiten gegeben: Unnütze, nervenaufreibende, fruchtlose Diskussionen. Eine Situation, die exemplarisch dafür steht, ist mir mal passiert: Bei einem meiner offenen Abende läutet es an der Junggesellen-Tür. Ich öffne, ein bis dahin fremdes Mädel steht davor und begrüßt mich mit den Worten:"Hallo, ich bin Bärbel, ich bin aus der Kirche ausgetreten!" Nun ja, in meinem jugendlichen Eifer bin ich auf diese Provokation angesprungen und wir haben den ganzen Abend die Köpfe heiß diskutiert.

Im Prinzip ist so eine Sache von Beginn an zum Scheitern verurteilt, denn ihr ging es nur um eine Auseinandersetzung zum Spaß. Paulus warnt seinen Schüler Timotheus in seinem Abschiedsbrief vor solchen Gesprächen:

    2.Timotheus 14 Dies bringe in Erinnerung, indem du ernstlich vor Gott bezeugst, man solle nicht Wortstreit führen, was zu nichts nütze, [sondern] zum Verderben der Zuhörer ist. 

Paulus geht sogar einen Schritt weiter, wenn er sagt, dass Wortstreitereien den anderen Zuhörern schaden.

Es ist natürlich nicht einfach, die Anliegen der anderen zu unterscheiden. Aber oft weiß man schon im Vorfeld ob ein Mensch echte Fragen hat, oder ob er nur debattieren möchte. Das Köpfe-heiß-reden macht manchmal vielleicht Spaß, aber viel wird dabei nicht herauskommen. Wenn ihr Eure Kräfte schonen wollt, dann investiert nicht allzu viel in solche Streitereien. Paulus verwendet im Kolosserbrief ein schönes Bild dafür, dass ein Mensch für Fragen des Glaubens offen ist und sagt auch, wer so etwas ermöglicht.

Die offene Tür

    Kolosser 4 2 Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung; 3 und betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür des Wortes auftue , das Geheimnis des Christus zu reden, dessentwegen ich auch gebunden bin, 4 damit ich es kundmache, wie ich reden soll. 5 Wandelt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, kauft die gelegene Zeit aus. 6 Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt; ihr sollt wissen, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.

Wenn wir mal einen Augenblick darüber nachdenken, was wir uns für unseren nichtchristlichen Freund bzw. Freundin wünschen, dann wird uns schnell klar, dass wir das Maßgebliche nicht schenken können:

  • Ich kann niemanden bekehren!
  • Ich kann niemandem den Glauben aufschwätzen!
  • Den Glaube an Gott, auch das ist biblisch, schenkt alleine Gott! Für einen Menschen, den Gott vorbereitet hat, können wir in Gesprächen viel tun und ihn ein Stück begleiten. Einem Mensch, der von Gott nichts wissen will, können wir das Ohr blutig reden - absolut zwecklos.

Deshalb setzt Paulus schon vor der Begegnung mit den Menschen an und bittet um eine offene Tür im Herzen der Menschen. Es ist elementar in meinem Umgang mit ZOMBIES, dass ich für sie bete. Ich kann dafür beten, dass sie echte Fragen haben, eine Sehnsucht nach Frieden mit Gott, und dafür dass sie offen sind für Gottes Versöhnungsangebot.

Die Liebe, die Liebe ist eine Himmelsmacht...

Nun ist das eine tolle Sache zu sehen, wie jemand zum Glauben kommt, mitzubekommen wie jemand eine lebendige Beziehung zu Jesus aufnimmt. Wenn ihr jemanden kennt, bei dem ihr das miterlebt habt, dann überlegt doch einmal, was ihn/sie wohl zu einem neuen Leben mit Jesus eingeladen hat? Ich habe noch nie gehört, dass einer gesagt hat: "Jetzt hast du mir das Ohr fusselig geredet, her mit dem Wisch, ich unterschreibe!" Es kam auch noch nie jemand und hat gesagt: "Die Argumente haben mich restlos überzeugt, Jesus scheint tatsächlich die beste Lebensversicherung zu sein!" Andererseits ist es doch oft auf Freizeiten so, dass die Teilnehmer sagen, dass sie in der Gemeinschaft mit den Mitarbeitern und den anderen Teilnehmern etwas ganz Besonderes erlebt haben, etwas, das ihrer Meinung nach nie enden soll ... (seufz, schnief,...) Unser Leben steht als Vorbild vor den Nichtchristen und lädt sie zu einem Leben mit Jesus ein. Deshalb sagt Jesus schon zu seinen Jüngern:

    Johannes 13 34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

Unser Markenzeichen ist kein Steiff-Knopf im Ohr und auch kein Stern auf der Kühlerhaube. Unser Kennzeichen ist die Liebe untereinander...(Hüstel, hüstel). Das ist ein Fakt!

Wenn ich da aber an unseren Hauskreis denke, an diverse Teambesprechungen, an die Kirchengemeinde, die Landessynode ... da bin ich um den Schlaf gebracht. Ich glaube wir haben noch einen weiten Weg vor uns... Nein, anders ICH habe noch einen weiten Weg vor mir!

Die Freiheit zum "NÖ!"

NÖÖÖÖÖ!Einen anderen Aspekt, den ich sehr wichtig finde ist die Freiheit zum "NÖ". Die Geschichte Gottes mit den Menschen beginnt damit, dass Gott dem Mensch im Paradies die Freiheit lässt sich gegen Ihn zu entscheiden. Diese Freiheit ist ein Kennzeichen seiner Liebe. Und weil Gott den Menschen über alles liebt, gab er ihm auch die Freiheit sich gegen Gott zu entscheiden, zu einem Leben in dem Gott keine Rolle spielt. Deshalb stand der blöde Baum im Paradies.

Wenn Gott nun dem Menschen die Freiheit lässt sich von ihm abzuwenden, dann darf ich diese Freiheit dem Menschen nicht nehmen. Sollte mein "Bekehrungsopfer" also irgendwann geäußert haben, dass ihm das Gerede von Gott grundsätzlich am A.... vorbeigeht, dann sollten wir das eigentlich stehen lassen können, ohne neue Bibelversattacken zu starten. Jesus sagte seinen Jünger einmal:

    Markus 6 7 Und er ruft die Zwölf herbei; und er fing an, sie zu zwei und zwei auszusenden, und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister. 8 Und er gebot ihnen, dass sie nichts mit auf den Weg nehmen sollten als nur einen Stab; kein Brot, keine Tasche, keine Münze im Gürtel, 9 sondern Sandalen untergebunden. Und zieht nicht zwei Unterkleider an! 10 Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus eintretet, dort bleibt, bis ihr von dort weggeht. 11 Und welcher Ort euch nicht aufnehmen und wo man euch nicht anhören wird, von dort geht hinaus und schüttelt den Staub ab, der unter euren Füßen ist, ihnen zum Zeugnis. 12 Und sie zogen aus und predigten, dass sie Buße tun sollten; 13 und sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Schwache mit Öl und heilten sie. 

Jesus sagt in Vers 11 nicht: "Ach ja und wenn sie euch nicht hören wollen, dann predigt um so heftiger und redet ihnen ins Gewissen bis es ihnen zu den Ohren heraushängt". Jesus sagt stattdessen, dass man es dann einfach lassen soll, wenn jemand dicht macht. Wenn ein Mensch nicht offen ist für Gott, dann macht es eh keinen Sinn! Wir können nur noch vorleben um einzuladen. 

Christliche Selbstbefriedigung oder ehrliche Zuwendung ?

Der Wunsch Menschen für ein Leben mit Jesus zu begeistern ist oft nicht so heilig wie es nach außen glänzt! Es gibt auch bei uns Christen diese Grauzone von Dingen die nach außen toll wirken aber innen hohl sind! So kann ein Bekehrungseifer schlicht und ergreifend auch christliche Selbstbefriedigung sein, anstatt ein wirkliches Interesse an meinem Mitmenschen. Bin ich bereit für meine Mitmenschen ganz dazusein. Bin ich bereit sie nicht nur als Bekehrungsopfer zu sehen? Wir sind in Deutschland am Donnerstag, 25 Juni, 2009 nicht mehr in der Situation der Jünger anno 70 n.Chr., die von Dorf zu Dorf ziehen, sondern meistens sind es Freunde, Kollegen oder Gruppenteilnehmer mit denen wir ins Gespräch kommen.

Nehme ich diesen Mitmenschen auch dann ernst, wenn er Mathenachhilfe benötigt, wenn er jemanden zum Tapezieren braucht ohne gleich Fragen über Gott und die Welt zu stellen. Nehme ich ihn auch dann noch ernst, wenn er mir glaubensmäßig eine Abfuhr erteilt hat? Wenn wir an dieser Stelle konsequent arbeiten wollen, dann werden wir sicherlich viel Zeit und Liebe investieren müssen.

Der Weg zum Nächsten !

Es gibt einen schönen Satz, den man oft hört, wenn es um das Thema "Über den Glaube reden" geht. Da heißt es:

“Hey Ralpf, wie machst du das bloß, dass Du noch so eine so schöne Haut hast mit 30 Jahren!”

"Das macht nicht die Hautcreme, das macht Jesus!”

"Rede nie ungefragt von deinem Glauben, sondern lebe so, dass du danach gefragt wirst!".

Der Satz klingt irre. Wow, ein Leben wo dich die Leute fragen: "Hey Ralpf, wie machst du das bloß, dass Du noch so eine so schöne Haut hast mit 30 Jahren!" Und dann hauche ich: "Das macht nicht die Hautcreme, das macht Jesus!" Klingt sicherlich gut. Aber mal im Ernst, wäre das nicht traumhaft? Ein Leben wo die Leute herströmen und fragen: "Was ist das Geheimnis eines so erfüllten Lebens ?" Die Sache hat nur ein paar Haken:

    1. Bei machen Menschen kannst du endlos lange warten, bis sie fragen!

    2. Der Missionsbefehl klingt nicht so defensiv. Da heißt es :"Geht hinaus...Predigt...Tauft ...Lehrt!".

Mein Leben und mein Reden gehört zusammen. Jeder Widerspruch zwischen dem was ich sage und dem was ich tue wird die Menschen vor den Kopf stoßen. Der Satz trifft da schon einen wahren Kern. Aber ich darf mich nicht hinter diesem Satz verstecken und den Mund halten. Oft gibt es Situationen im Gespräch mit Leuten, wo ich den Mund halte und weiß: "Jetzt hätte ich sagen können, dass ich eigentlich nicht ihre Meinung teile, dass ich nicht denke, dass man Gott einen guten Mann sein lassen soll". Und ich habe es verpasst! 

Es gibt einfach auch Zeiten in denen man Farbe bekennen muss: Wo ich den Mund auftun muss. Wo ich anfange von Jesus zu erzählen. Wo ich Menschen einlade! Wo ich meine Begeisterung weitergebe. Wo ich mich in die Schusslinie stelle.
Jesus sagt: "Jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der inBack den Himmeln ist.