Signs : Zeichen
Ein einsames Farmhaus in Pennsylvania, inmitten großer Maisfelder. Die Morgensonne scheint durch das ruhige Haus. An der Wand die Staubränder eine Kreuzes, das dort viele Jahre gehangen haben muss. Im Schlafzimmer des Farmhauses liegt Graham Hess (Mel Gibson) alleine im großen Doppelbett. Erschrocken fährt er auf und setzt sich hin. Was hat ihn beunruhigt? Der leise Schrei den man weit draußen gehört hat? Graham rennt in hastig übergeworfenen Kleidern aus dem Haus. Aus dem kleinen Haus nebenan rennt sein jüngerer Bruder
Merrill. Beide verschwinden im Maisfeld, das an das Haus grenzt. Sie rennen zwischen den hoch aufragenden Maispflanzen und rufen nach den Kindern, deren Betten Graham leer vorgefunden hat. Eine unheimliche Stille liegt über dem Maisfeld. In der Mitte des Maisfeldes finden sie Morgan und Bo, die ohne Worte am Rand eines riesigen Kornkreises stehen: kreisrund, 200 Meter im Durchmesser. Zunächst vermutet Graham einen Spaß der besoffenen Nachbarjungs; ein Gespräch mit der Polizei vermag ihn aber nicht zu beruhigen. Was verbirgt sich hinter diesem Zeichen?
Graham sorgt sich aufopfernd um seine Kinder Bo und Morgan, denen er die Mutter ersetzen muss.
Man ahnt, dass ein schlimmer Schicksalsschlag die Familie vor kurzer Zeit erschüttert hat. Die Kinder sind in sich gekehrt: Morgan leidet unter starkem Asthma, Bo lässt im ganzen Haus halb volle Wassergläser stehen und
behauptet, das Wasser wäre schlecht. Was immer geschehen sein mag vor knapp einem Jahr, es ist der Grund warum Merril in den kleinen Anbau zu seinem Bruder gezogen ist. Derweil häufen sich die seltsamen Begebenheiten. In der Nacht schleicht ein seltsamer Besucher unsichtbar ums Haus, der aus dem Stand auf das Dach des Hauses springt. Die Hunde verhalten sich plötzlich aggressiv und fallen eines der Kinder an. Graham und Merrill sind verängstigt und versuchen die Kinder durch einen Besuch in der Stadt zu beruhigen. Hier erfährt man mehr über die Familie, über den tragischen Verkehrsunfall bei dem die Mutter der Kinder ums Leben kam, ein Unfall der letztendlich Anlass dafür war, dass Graham seinen Beruf als Prediger an den Nagel gehängt hat. In den Nachrichten sehen die Hess, dass sie mit ihrem Kornkreis-Problem nicht alleine auf der Welt sind. Rund um den ganzen Erdball sind plötzlich die Kornkreise aufgetaucht und es wurden hunderte von Leuchtobjekten am Himmel beobachtet. Die Zeichen in den Feldern sind nicht irdischen Ursprungs. Was bedeuten diese Zeichen?
Morgan, der sich ein Buch über Außerirdische gekauft hat faltet Hütchen aus Aluminiumfolie um seine Gedanken gegen die Aliens abzuschirmen, andere fliehen aus der Stadt an, während im Fernsehen von ersten Kontakten mit den Außerirdischen berichtet wird, eine Invasion steht bevor.
Als die Kinder schlafen sucht der jüngere Bruder Merrill das Gespräch. Es geht um Zeichen und Ihre Bedeutung, ob die Dinge eine Bedeutung haben oder ob alles Zufall ist. Jetzt wird die ganze Tragweite des Verlustes von Graham deutlich" Als seine Frau gestorben ist, hat sie Graham am Unfallort ihre letzten Worte zugeflüstert. Und diese Worte waren:"Sag Merrill: Hau das Ding weg!" Für Graham wurde deutlich, dass es danach nichts gibt. Es war das letzte aufflackern irgendwelcher Synapsen im Gehirn, das Erinnern an ein vergangenes Baseballspiel ... und dann starb sie. Und Graham hat für sich beschlossen, dass da Nichts ist. Beten nützt nichts, es gibt keine Bedeutung von allem, der Glaube ist sinnlos! Die Dinge haben keine Bedeutung, es sind keine Zeichen, bestenfalls ein grausamer Zufall. Graham hat mit seiner Frau den Glauben an etwas Größeres, an Gott verloren.
Während die Familie auf der Farm ausharrt gibt es immer mehr Informationen im Fernsehen, die sie in ihren Bann ziehen. Erste Aufnahmen der Außerirdischen, die sich tarnen können, unbekleidete Wesen die Häuser plündern, erste Gefechte. Die fremden grauen Wesen mit dem wiegenden Gang könnten Giftgas absondern. Die Kornkreise waren wohl strategische Markierungspunkte für eine groß angelegte Invasion.
Graham vernagelt seine Farm und zieht sich mit Merrill und den Kindern ins Haus zurück. Sie warten auf die Nacht. Das letzte Abendessen an dem Graham jedem seine Lieblingsspeise kocht wird zur Katastrophe als er seinen Kindern ein Tischgebet verweigert: "Ich werde nie mehr in meinem Leben eine Minute mit Beten verschwenden" Heulend schlingt die Familie das Abendessen hinunter. Dann warten sie auf die Nacht in der die Fremden ihr Haus belagern. Es wird eine Nacht des Grauens in der sie sich bis in den Keller zurückziehen müssen, während draußen die Aliens durch das Haus ziehen. Mit Schrecken erkennen Sie, dass Morgan sein Asthmamittel oben im Badezimmer vergessen hat, als er einen schlimmen Anfall bekommt und nur knapp dem Erstickungstod entkommt. Die Stunden im dunklen verbarrikadierten Keller ziehen sich hin. Nach einer endlosen Nacht kehrt Ruhe ein. Stunden später, es ist ruhig im Haus, wagt es Graham nach oben zu gehen um die Medizin für seinen Sohn zu holen. Das Haus ist verlassen und durchsucht worden. Kein Anzeichen mehr irgendwelcher Aliens. In den Nachrichten kommt die frohe Nachricht, dass die Aliens zurückgeschlagen wurden und die Erde fluchtartig wieder verlassen haben, nur ein paar Verletzte wurden zurückgelassen. Graham holt die Familie aus dem Keller nach oben ins Haus. Er hat kaum für möglich gehalten, dass sie die Nacht überleben. Doch als er in das Wohnzimmer kommt scheint sich alles zum Bösen zu wenden. Ein verletztes Alien steht mitten im Wohnzimmer, den bewusstlosen Morgan auf dem Arm. Die Giftdrüse an Morgans Nase, nebelt er ihn mit Giftgas ein. Als Merrill durch die andere Tür ins Zimmer kommt, gibt ihm Graham ein Zeichen zu warten. Graham sieht den alten Baseballschläger an der Wand hängen, ... und plötzlich versteht er: "Merrill, hau das Ding weg!" Merrill greift den Baseballschläger und attackiert den Alien, der Morgan überrascht fallen lässt. Aber die Schläge scheinen ihm wenig anzuhaben, bis er an eines von Bos Wassergläsern stößt, dass ihm die Haut veräzt. Schlag um Schlag, Wasserglas um Wasserglas, bis das Alien überwunden ist. Graham rennt derweil mit Morgan nach draußen."Er hat das Giftgas nicht eingeatmet, seine Bronchien waren zu, er hat es nicht eingeatmet..." stammelt er immer wieder. Und dann betet er: "Ich hasse Dich. Tu mir das nicht wieder an..." und setzt Morgan eine Spritze. Es folgt das bange Warten ... bis sein Sohn schließlich die Augen aufschlägt....
Es ist wieder Morgen auf der Farm. Graham kommt aus dem Bad. An der Wand hängt das Kreuz. Er trägt einen schwarzen Priesterrock. 

Signs : Ein Zeichen von Gott

Ich erinnere mich noch, wie ich zum Glauben kam. Zaghaft und zweifelnd, weil Gott eben nicht beweisbar und sichtbar ist. Und ich hab mir so sehr gewünscht, dass ich ein unmissverständliches Zeichen von Gott bekomme, das eindeutig seine Existenz beweist. Niemals mehr würde ich seine Existenz in Frage stellen. Ihr ahnt es: Ich bekam dieses Zeichen nicht. Ich erinnere mich an Gespräche mit einem Freund der dasselbe "Problem" hatte: "Wenn Gott jetzt genau vor mir einen Feuerball erscheinen lassen würde, aus dem Nichts, dann wäre ich ein für alle Mal sicher, dass es Ihn tatsächlich gibt." Jörg hat seinen "Feuerball" später bekommen, als das Rheuma aus seinen Händen plötzlich geheilt war.
Irgendwie hängen wir an Zeichen:

  • - Zeichen der Existenz Gottes,
  • - Zeichen der Liebe eines Menschen,
  • - Zeichen als Wegweiser,

unmissverständliche Zeichen für die Lebensgestaltung
Menschen haben schon immer diese Zeichen gesucht. Die einen schauen in der Bibel, andere im Kaffeesatz, Tiereingeweiden oder in den Linien der Handfläche.
Der Mensch will Zeichen und Beweise, auch wir Christen.

Signs : Ein Zeichen Gottes
Gibt es überhaupt einen Gott? Zeichen sind Hinweise auf eine Antwort, nicht die Antwort selbst. Auch wenn die Idee des "Intelligent Design" in der Presse gerade wenig populär ist , so muss ich sagen, dass ich gerade die Welt in der wir leben voll von Zeichen finde, die auf einen Schöpfer , auf einen Gott hindeuten. Eine geringfügige Abweichung der physikalischen Eigenschaften des Wassers und es gäbe kein Leben im Universum, ein kleiner Schubs auf den Globus und es wäre unerträglich heiß oder kalt, die Vielfalt des hoch komplexen Lebens ... das sind für mich Zeichen eines intelligenten Designs, Hinweise auf einen Schöpfer. Diese Sichtweise teilt das Christentum mit den meistens Religionen, weil es einfach offensichtlich ist. Ganz im Gegenteil; man muss schon eine Menge Unkenntnis der Wahrscheinlichkeitsrechnung mitbringen um unsere Welt als Ergebnis eines willkürlichen Zufallsaktes zu sehen. Ist Dir Dein Anblick im Spiegel Zeichen genug, das es einen Schöpfer gibt?

Signs : Zeichen fordern
Gott kennt das Bedürfnis der Menschen nach sichtbaren Zeichen und er hat schon im Alten Testament Zeichen geschenkt, an denen sich die Menschen orientieren können, sichtbare Zeichen seiner Anwesenheit.
Bibelfreaks fallen sofort ein paar davon ein:

  • - der Regenbogen
  • - die Feuer- und Wolkensäule bei der Durchwanderung der Wüst
  • - das Zeichen der Beschneidung
  • - die 10 Plagen als Zeichen für Gottes Macht an den Pharao, uvm.

Und auch die Menschen zu Jesu Zeit wollten von ihm ein Zeichen sehen, als Bestätigung seines Anspruchs.

    Die Pharisäer Mt 12,38
    Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollten gern ein Zeichen von dir sehen. 
    Das Volk Lk 11,16
    Die andern aber versuchten ihn und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. 
    König Herodes Lk 23,8
    Da aber Herodes Jesus sah, ward er sehr froh; denn er hätte ihn längst gern gesehen, denn er hatte viel von ihm gehört, und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm sehen. 

Signs : Zeichen zum Glauben
Jesus kennt dieses Bedürfnis und sagt deshalb:

    Joh 4,48
    Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubet ihr nicht.

Aber sind die Menschen denn durch die Zeichen zum Glauben gekommen? Nach den Wundern der Brotvermehrung sind 5000 zu Jüngern geworden? All die Geheilten und die Zeugen des Wunders sind Anhänger des Nazareners geworden? Ganz im Gegenteil: Mit einem Heilungswunder, einem sichtbaren Zeichen seiner Autorität zieht Jesus den Hass der Pharisäer auf sich. Zeichen führen letztendlich nicht zum
Glauben.
Hätte ich einen Feuerball gesehen, damals am Beginn meines Glaubens, hätte er Wochen später nicht auch eine elektrische Entladung, eine Kugelblitz, eine optische Täuschung, eine Wahnvorstellung oder eine Spiegelung in meiner Brille sein
können? Hätten meine Freunde aus dem Physik-Leistungskurs mir Glauben geschenkt?
Die Zeichen waren ein Kennzeichen des Messias und haben Jesu Anspruch deutlich gemacht, und jeder, vor allem die Pharisäer und Schriftgelehrten haben das verstanden.... doch das hat ihnen Angst gemacht. Die Zeichen führen nicht zum Glauben. Zeichen können nicht zum Glauben zwingen. Zeichen sind Hinweise.

Signs : Das Zeichen des Jona
Mit der Existenz eines Gottes können die meisten Menschen sicherlich mit. Viele sagen, es gäbe eine höhere Intelligenz. Der Glaube als Schnittmenge aller Religionen ergibt: Es wird schon was Höheres geben. Auch die Heilungen Jesu, seine Wunder, sind vielleicht kein Problem. Heute sind wir durch David Copperfield Illusionen gewohnt, Geistheiler haben vor laufenden Kameras Menschen operiert, wir wissen von wundersamen Heilungen, warum soll nicht auch dieser Jesus Menschen geheilt haben? Und Persönlichkeiten, die andere Menschen magisch in Ihren Bann ziehen hat es zu allen Zeiten gegeben, zum Guten und zum Schlechten.
Die wirklich wichtige Frage ist aber: Ist Jesus Christus mehr als ein Mensch? Ist Jesus tatsächlich der Sohn Gottes, der die Macht hat uns auf ewig mit Gott zu versöhnen? Ist er der Messias, den Gott durch seine Propheten seit Hunderten von Jahren angekündigt hat und der den Anspruch zurecht erhebt, dass Du ihm nachfolgen sollst? Die Antwort auf diese Frage würde unser Leben in seinen Grundfesten erschüttern. Es ist die bange Frage die den Pharisäern keine Ruhe gelassen hat: Scharlatan oder Messias? Betrüger oder Gottes Sohn? Verführer oder Erlöser? Und sie bitten Jesus um ein eindeutiges Zeichen.

    Matthäus 12
    38 Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollten gern ein Zeichen von dir sehen. 39 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die böse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen; und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona.

Die Schriftgelehrten konnten mit eigenen Augen sehen wie sich die Prophetien vor ihren Augen erfüllten: Blinde sehen, Lahme gehen, Wunder geschehen,... aber sie wollen nicht glauben. Sie wollen noch mehr Zeichen. Aber Zeichen führen nicht zum Glauben. Es ist eine persönliche Entscheidung, ob ich diesem Jesus vertrauen möchte. Und Jesus spricht von einem Zeichen das er Ihnen noch geben wird, einem finalen Zeichen das alle sehen werden: Das Zeichen des Jona. Was heißt das?
In der Jona Geschichte geht es um das Gericht und die bevorstehende Zerstörung der bösen Stadt Ninive. In dieser Zeit tritt ein Mann auf, der das Ruder herumreißen kann, durch seine Predigt. Und dieser Mann wurde von einem großen Fisch auf offener See verschlungen, bevor er seine Mission erfüllen konnte.
Tot? Nein, aber drei Tage im Bauch eines gewaltigen Fisches, bevor er wieder an Land gespieen wurde.
Das ist das Zeichen, das Jesus den Menschen geben wird: Unmißverständlich, eindeutig, das zeigen wird, wer er in Wirklichkeit ist.
Dieses Zeichen steht seit fast 2000 Jahren einmalig in der Menschheitsgeschichte. Noch heute wird darüber debattiert, noch heute ist es ein Stolperstein, der ein Mal pro Jahr eine Titelseite der Zeitungen und Gazetten füllt.
Jesus ist am Kreuz gestorben, es gibt viele Zeugnisse die eindeutig belegen, dass es tatsächlich tot war. Und er wurde in ein Grab gelegt und ... ist nach drei Tage auferstanden. Nach drei Tagen aus dem Grab, wie Jona aus dem Bauch des Fisches. Das ist das Zeichen Gottes für alle Zeiten, die den Anspruch des Jesus von Nazareth rechtfertigen; den Anspruch dein persönlicher Erretter zu sein. Es braucht kein weiteres Zeichen.
Jetzt ist es an Dir zu glauben ... mit allen Konsequenzen oder an das große Nichts zu glauben, den Zufall.
Dieses finale Zeichen: Kreuz und Auferstehung, (vom Fisch verschlungen und nach 3 Tagen ausgespieen), dieses Zeichen des Jona ist nicht umsonst das Herzstück des christlichen Glaubens. Tausende Christen waren bereit lieber zu sterben, als dieses Zeugnis aufzugeben. Es bezeugt: Jesus ist tatsächlich der Sohn Gottes, mein Erlöser.

    Tipp: Für Bibelleser gibts noch eine 2. Stelle an der Jesus das Zeichen seiner Auferstehung ankündigt und damit seinen Anspruch rechtfertigt. Lohnt sich zu lesen: Joh 2,18-21 

Signs : Das Zeichen des Blumenkohl
Aber so tief geht der Film "Signs" ja gar nicht.
Dieses zentrale Zeichen berührt er nicht. Die Brüder Hess treibt die Frage um ob die Welt die sie erleben von Zeichen erfüllt ist, die eine Bedeutung haben, oder ob der Zufall regiert. Hat alles eine Bedeutung und einen Sinn? Die Wassergläser der Tochter, die Krankheit des Sohnes, letzte Worte einer Sterbenden? Ist alles Zufall oder steckt in allem eine tiefe Bedeutung?
Graham findet die Antwort auf diese Frage für sich, als sich plötzlich alles zu einem Ganzen zusammenfügt, was zuvor unmissverständlich war. Plötzlich erkennt er die Führung, den Schöpfer ... eben nichts ist Zufall.
Ich glaube wohl, dass wir eines Tages vor Gott einen ganz anderen Blick auf unser Leben werfen können, der uns Zusammenhänge zeigt, die wir jetzt nicht erkennen.
"Warum musste dies und jenes geschehen?" "Wieso habe ich damals nicht anders gehandelt?" Wenn wir Gott unser Leben anvertraut haben, dann werden wir in vielen Dingen, die jetzt unverständlich sind seine gute Führung erkennen. Aber nicht in allem verbirgt sich ein Zeichen Gottes. Nicht jeder fallen gelassene Joghurtbecher hat eine Bedeutung, nicht jede umgestossene Kaffeetasse, nicht jede 6 in Latein. Trotzdem schenkt uns Gott kleine Zeichen seiner Zuwendung, wenn er Gebete erhört und immer wieder seine Liebe durch den Alltag durchblitzen lässt. Von einem solchen überwältigenden Zeichen seiner Zuwendung (Das im Jugendkreis aufs heftigste debattiert wurde.... darf man so was beten?) möchte ich jetzt erzählen. Das Zeichen des Blumenkohl:
Ich hatte in meiner stillen Zeit gerade eine sehr herausfordernde Bibelstelle gelesen, die heute für mich untrennbar mit Blumenkohl verbunden ist.
Gott möchte, dass unsere Freude vollkommen wird, heißt es in:

    Joh 16,24
    Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei.

Und ich habe mir gedacht (rückblickend eine komische Sicht der Dinge) dass mich so viel von vollkommener Freude trennt. Und die Prüfung meines Glaubens ließ nicht lange auf sich warten. Petra wollte ich zum Essen einladen und Sie wünschte sich Blumenkohl. Damals, noch unverheiratet, legte ich alles daran ein perfektes Mahl zu kredenzen. Ich stehe also im Supermarkt, schreite die Gemüseabteilung ab ... kein Blumenkohl weit und breit.
Und da fiel mir die Bibelstelle wieder ein.
Ich betete: "Wenn es die wirklich ernst ist mit der vollkommenen Freude, ich brauche jetzt dringend einen Blumenkohl!" Ich öffne die Augen... in den Gemüsefächern liegt noch immer kein Kohl. Und als ich mich umdrehe um die Abteilung enttäuscht zu verlassen kann ich es kaum fassen: Hinter mir stand eine ganze Palette voller wunderbarer Blumenkohl.
Damals war das für mich eine Bestätigung, dass Gott es ernst meint, ein Zeichen Gottes.
Heute würde ich die "vollkommene Freude" die Gott verspricht anders interpretieren; heute hätte ich Hemmungen Gott so unverschämt als Wunscherfüller anzubeten, aber Gott hat mich damals ernst genommen, mit meinem kindlichen Glauben.
Ich habe damals ein Zeichen bekommen, dass ich in 20 Jahren nicht vergessen habe. Gott liebt uns aufrichtig, und er zeigt uns das immer wieder auch durch kleine Zeichen der Liebe: ein erbetener Parkplatz zur rechten Zeit, die richtige Prüfungsfragen oder auch ein Blumenkohl.

ralpf 2006