Runaway bride
[Die Braut, die sich nicht traut]
Maggie Carpenter (Julia Roberts) hat ein Problem: kurz vor der Hochzeit, d.h. am Traualtar kriegt sie gemeinhin eine Panikattacke und sie sucht vor Bräutigam und versammelter Hochzeitsgesellschaft das Weite. So geschehen: bereits drei Mal , sehr zum Leidwesen der versetzten Bräutigame.
Der Journalist und Zyniker Ike Graham (Richard Gere), auf der Suche nach medientauglichen Geschichten, verfasst für die New Yorker Zeitung "USA Today" einen Artikel über Maggie und ist wohl etwas nachlässig in der Überprüfung der beschriebenen Tatsachen, denn als Maggie einen Brief an die Redaktion schreibt und auf 15 sachliche Fehler hinweist wird Ike auf die Straße gesetzt.
Um seinen guten Ruf zu retten macht er sich auf, um zu beweisen, wie es um die Braut wirklich bestellt ist, die gerade Ihre 4.Hochzeit vorbereitet.
Doch wie man leicht erraten kann gerät auch diese Recherche aus dem Ruder. Interviews mit den versetzten Bräutigamen, ihren Verwandten, dem Vater und schließlich der Braut selbst bringen ihm Maggie immer näher. Er ahnt, warum sich diese Braut nicht binden kann und wo ihr Problem liegt.
Und als die Hochzeitsprobe wie erwartet aus dem Ruder läuft geht plötzlich alles drunter und drüber.
Noch mehr versetzte Bräutigame, handfeste Auseinandersetzungen ... es ist noch ein langer Weg zum ersehnten Happy End.

"Runaway Bride", so lautet der Originaltitel des Film mit dem deutschen Titel "Die Braut, die sich nicht traut". Zunächst mag man keinen Bezug zu irgendeiner biblischen Geschichte
finden, und wenn, dann hat das wahrscheinlich am wenigsten mit Dir zu tun, denn Du heiratest im Moment nicht, noch bist Du ´ne Braut. Lass Dich einfach mal überraschen, denn die Nummer hat am Ende absolut nichts mit dem Kitsch zu tun, den Du hier erwartest.
Runaway Bride

Ein Blick in Gottes Herz
In der Bibel steht viel darüber, was Gott den Menschen sagt, oder was er für sie tut. Es steht auch viel über die Sünde der Menschen, der Gemeinde oder im Alten Testament über Gottes Volk. Aber was fühlt Gott? Wie sieht es in seinem Inneren aus? Was denkt Gott, wenn er die Menschen sieht, die ohne ihn ihr Dasein fristen? An manchen Stellen können wir einen Blick in Gottes Herz werfen, so zum Beispiel beim Propheten Hosea. Dabei eröffnet sich ein Bild, das sich vom alten Testament, über Jesus bis in die Offenbarung zieht.

Nachdem Gott dem Hosea den Auftrag gegeben hat ein Hure zu heiraten und Hurenkinder zu zeugen, möchte durch das Leben seines Propheten dem Volk etwas klarmachen. Hosea spricht im Auftrag Gottes zu den Kindern Israels, dem Volk, das Gott einst erwählt hat: Jesus and the RUNAWAY BRIDE

    Hosea 2, 4 Rechtet mit eurer Mutter, rechtet! - denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann - damit sie ihre Hurerei von ihrem Gesicht entfernt und ihren Ehebruch zwischen ihren Brüsten, 5 damit ich sie nicht nackt ausziehe und sie hinstelle wie an dem Tag ihrer Geburt und ich sie einer Wüste gleichmache und sie wie dürres Land werden lasse und sie vor Durst sterben lasse. 6 Auch über ihre Kinder werde ich mich nicht erbarmen, weil sie hurerische Kinder sind. 7 Denn ihre Mutter hat gehurt; die mit ihnen schwanger ging, hat Schande getrieben. Denn sie sagte: Ich will meinen Liebhabern nachlaufen, die [mir] mein Brot und mein Wasser geben, meine Wolle und meinen Flachs, mein Öl und mein Getränk. 9 Dann wird sie ihren Liebhabern nachjagen und sie nicht erreichen, und sie wird sie suchen und nicht finden. Dann wird sie sagen: Ich will mich aufmachen und zu meinem ersten Mann zurückkehren, denn damals ging es mir besser als jetzt. 10 Aber sie erkannte nicht, dass ich es war, der ihr das Korn und den Most und das Öl gab, und dass ich ihr das Silber vermehrte und das Gold, - sie [aber] haben es für den Baal verwendet. 11 Darum nehme ich mein Korn zurück zu seiner Zeit und meinen Most zu seiner Frist und entreiße [ihr] meine Wolle und meinen Flachs, die ihre Blöße bedecken sollten. 12 Dann decke ich ihre Scham auf vor den Augen ihrer Liebhaber, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. 13 Und ich mache ein Ende mit all ihrer Freude, ihren Festen, ihren Neumonden und ihren Sabbaten und allen ihren Festzeiten. 14 Und ich veröde ihren Weinstock und ihren Feigenbaum, von denen sie sagte: Die sind mein Liebeslohn, den mir meine Liebhaber gegeben haben. Und ich mache sie zum Gestrüpp, dass die Tiere des Feldes sie abfressen. 15 Und ich suche an ihnen heim die Festtage der Baalim, an denen sie ihnen Rauchopfer darbrachte und sich mit ihrem Ring und ihrem Halsgeschmeide schmückte und ihren Liebhabern nachlief; mich aber hat sie vergessen, spricht der HERR. 16 Darum: Siehe, ich werde sie locken und sie in die Wüste führen und ihr zu Herzen reden. 17 Dann gebe ich ihr von dort aus ihre Weinberge und das Tal Achor als Tor der Hoffnung. Und dort wird sie willig sein wie in den Tagen ihrer Jugend und wie an dem Tag, als sie aus dem Land Ägypten heraufzog. 18 Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der HERR, da rufst du: Mein Mann! Und du rufst mich nicht mehr: Mein Baal! 21 Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen, 22 ja in Treue will ich dich mir verloben; und du wirst den HERRN erkennen. 3,1 Und der HERR sprach zu mir: Geh noch einmal, liebe eine Frau, die sich von einem anderen lieben lässt und Ehebruch treibt, wie der HERR die Söhne Israel liebt, die sich aber anderen Göttern zuwenden und Traubenkuchen lieben.

Gott sieht sich als Einen, der ein Mädchen liebt, das Mädchen Israel (sein Volk), das er beschenkt hat und mit der er soviel vorhatte. er will dieses Mädchen heiraten, aber sie macht sich auf und davon. Sie ist eine RUNAWAY BRIDE, eine Braut die davonläuft. Anstatt Gottes Liebe zu erwidern, hat sie sich abgewandt und ist mit anderen Männern ins Bett. Er beschreibt sie als eine Hure. Andere Götter waren ihr wichtiger; die Dinge des Lebens zu geniessen mehr wert als Gott. Wenn die anderen Liebhaber nichts mehr bieten kommt sie zurück. Sie läuft den Liebhabern nach und erhält einen Liebeslohn- Sie ist eine Prostituierte.

Runaway BrideWir sind die Nutte
Wie würden wir an Gottes Stelle reagieren? Man kann hier erkennen, dass es Gott weh tut, wenn er die Menschen sieht. Aber er verdammt das Mädchen nicht, sondern er will sie zurückgewinnen. Er gibt sich viel Mühe (Schaut den Text mal durch, was er alles unternimmt!) Aber da wo jeder Mensch schon viel zu verletzt wäre, um zu lieben, möchte Gott einen neuen Anfang, damit das Mädchen eines Tages sagt: 'Mein Mann!' Gott stellt in Aussicht, dass er sich mit dem Mädchen eines Tages verloben will; er will sie einmal zur Frau nehmen. Auch der Prophet Hesekiel benutzt dieses Bild, um die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk zu beschreiben.

    Hesekiel 23,35 Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil du mich vergessen und mich hinter deinen Rücken geworfen hast, so trage du auch deine Schandtat und deine Hurereien! 

Doch schon im Alten Testament findet sich die Aussicht, dass sich Gott einmal über sein Mädchen freuen wird. Das Mädchen wird nicht endlos anderen Liebhabern hinterherlaufen. So schreibt der Prophet Jesaja:

    Jesaja 62,5 Denn wie der junge Mann die Jungfrau heiratet, so werden deine Söhne dich heiraten. Und wie der Bräutigam sich an der Braut freut, so wird dein Gott sich an dir freuen.

Im Neuen Testament ist der Plan Gottes mit der Welt nun nicht mehr auf sein Volk beschränkt (Gott sei Dank), sondern die Rolle des Mädchens übernimmt nun die Christenheit, die Menschen die Jesus als ihren Herrn angenommen haben. Erstaunlich ist nun, dass Gott seinem Mädchen verziehen hat und der Apostel Paulus schreibt:

    2.Kor 11,2 Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um (euch als) eine keusche Jungfrau vor den Christus hinzustellen.

Paulus sagt, er habe die Gemeinde mit Jesus verlobt. Er hat die Menschen ja mit Jesus bekannt gemacht. Durch Jesu Gang ans Kreuz können unsere Sünden vergeben werden. Die Zeit in der wir anderen Liebhabern nachgerannt sind, hat uns Gott vergeben.

Runaway BrideWas könnte das für uns heute heissen?
Zum Zeichen für die Vergebung hat er sich mit der Gemeinde verlobt. Er will es vergessen und etwas Neues mit uns beginnen. Gott vergleicht die Beziehung zu Ihm mit einem Brautpaar. Was stimmt bei diesem Bild überein?

Warum wählt Gott gerade diese Phase einer Freundschaft als Bild? Vielleicht, weil vor der Hochzeit alles neu ist und man gemeinsam das Leben gestaltet. Welche Anstösse für unser Christsein kann uns dieses Bild geben?

  • Der Mann fragt die Frau, ob sie ein Leben mit ihm führen möchte. Dieses Angebot macht uns Gott.
  • Die Frau hat `Ja` gesagt. Ab diesem Moment haben sie sich versprochen. Sie gehören jetzt zusammen. Sie sind Braut und Bräutigam. In unserer Beziehung zu Gott erfahren wir das in der Bekehrung. Jetzt gehören wir Gott.
  • Was das Paar verbindet ist Liebe. Jesus liebt uns. Lieben wir Jesus?
  • Ein Brautpaar macht sich Gedanken über die Zukunft. Wie wollen wir einmal gemeinsam unser Leben gestalten? Wie wollen wir unser Leben neu gestalten mit Gott? Ändert unsere Verlobung nichts an unserem Lebensstil}?
  • Zwei Menschen, die sich entschieden haben, ein Leben lang zusammen zu bleiben, wollen möglichst viel übereinander wissen. Dazu reden sie miteinander, tauschen sich aus, schreiben sich Briefe. Wir tun das im Gebet. Gottes Willen erfahren wir in seinem Wort, deshalb lesen wir Bibel und machen Stille Zeit.
  • Ein Brautpaar lebt auf ein Ereignis hin, nämlich die Hochzeit!

Jesus selbst hat dieses selber aufgegriffen und bezeichnet sich selbst als den Bräutigam. In vielen Bildern spricht er von einem Hochzeitsfest. Er ist es, der mit der Gemeinde verlobt ist.

    Matthäus 9,15 Und Jesus sprach zu ihnen: Können etwa die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, und dann werden sie fasten.

In der Ewigkeit wird die Beziehung der Christen zu Gott ihren Höhepunkt finden. Die Offenbarung spricht von einer Hochzeit in der Braut und Bräutigam für ewig zusammengeführt werden. Dann kann uns nichts mehr von Gott trennen und wir werden ewig mit Ihm zusammen sein.

    Off 19,7 Lasst uns fröhlich sein und frohlocken und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen , und sein Weib hat sich bereitgemacht.

Der Bräutigam ist das Lamm Gottes, also Jesus, und das Weib, das sich bereitet hat, ist die Gemeinde der Christen. Und die Offenbarung erzählt das es eine grosse Freude sein wird und alle Gott die Ehre geben werden.

    Off 21,2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.

In einem anderen biblischen Bild wird die Gemeinde als 'Jerusalem' bezeichnet. In einigen Bildern des neuen Testamentes wird Jerusalem, die Stadt in der Gott einst gewohnt hat (im Tempel war er gegenwärtig), als Synonym für die Christengemeinde benutzt. Diese Gemeinde hat sich als Braut für Jesus geschmückt.

Für uns bleibt jetzt die Frage, wie wir die Verlobungszeit mit Jesus gestalten. Wollen wir es seinem Volk Israel gleichtun und anderen Liebhabern hinterherrennen? Wie können wir die Zeit bis zur Hochzeit sinnvoll nutzen? Wollen wir Jesus enttäuschen? Wie stellt er sich seine Braut vor?

In einem Gleichnis spricht Jesus von der Gemeinde, als von 10 Jungfrauen, die auf den Bräutigam warten. Was möchte er uns , die wir gerade auf ihn warten, damit sagen?

Runaway BrideGleichnis von den zehn Jungfrauen.

    Matthäus 25,1-13 Dann wird es mit dem Reich der Himmel sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Bräutigam entgegen. Fünf aber von ihnen waren klug und fünf töricht. Die, welche töricht waren, nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich; die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen. Als aber der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Geht aus, ihm entgegen! Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen. Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen. Die Klugen aber antworteten und sagten: Nein, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche; geht lieber hin zu den Verkäufern und kauft für euch selbst. Als sie aber hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm ein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen. Später aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. So wacht nun, denn ihr wisst Backweder den Tag noch die Stunde.