FINDET NEMO!
Das Leben scheint es gut mit Marlin, dem Clownfisch zu meinen. Gerade hat er eine Partnerin fürs Leben gefunden, eine neue Seeanemone für das gemeinsame Zuhause im Great Barrier Riff vor der Küste Australiens bezogen, da beschert ihm seine Liebste 400 Eier frischen Clownfischlaich. Das vollendete Vaterglück.
Aber dieses Glück währt nicht lange, denn ein Schatten legt sich über Marlins Leben und dieser Schatten hat die Form eines Raubfisches. Als Marlin nach einem wilden Kampf wenig später erschöpft im Schutz der Seeanemone erwacht, ist ihm von seinem Familienglück nur noch ein einzelnes Fischei geblieben ... und in diesem Ei zappelt ein winziger Clownfisch: sein Sohn Nemo.

Wenige Jahre später ... Nemo, ein lebenslustiger kleiner Fisch freut sich aufgeregt auf seinen ersten Schultag. Doch Vater Marlin erinnert ihn ängstlich an die Gefahren, die draußen im Meer lauern, an Nemos zu klein geratene Flosse, die ihn beim Schwimmen unnötig erschöpft, und überhaupt sollte Nemo noch ein Jahr warten ....
Nemo ist die ewige Nörgelei und Vorsicht seines Vaters satt und schlägt am ersten Schultag alle Warnungen des Vaters in den Wind. An einer Mutprobe mit Mitschülern, wer sich denn am weitesten vom schützenden Riff ins offene Meer wagen würde, nimmt er trotzig und begeistert teil. Da wird Nemo vor den Augen der Mitschüler und des Vaters von einem Taucher gefishnappt, in eine Plastiktüte verpackt und an Bord eines Motorbootes gebracht.

Vater Marlin überwindet alle Ängste und versucht dem Motorboot ins offene Meer zu folgen ... aber vergeblich, Nemo verschwindet ... auf Nimmer Wiedersehen?
Was bleibt Marlin anderes als die Verfolgung aufzunehmen, und schon bald bekommt er eine Mitstreiterin in Form von Dori, einer aufgedrehten, aber leider sehr vergesslichen jungen Fischdame. Mit Doris Hilfe stößt er auf schließlich auf die Taucherbrille, die der Fishnapper verloren hat, und auf der eine Adresse vermerkt ist ... im fernen Sydney.

Nemo findet sich plötzlich in ungewohnter Umgebung wieder. Sobald er einige Züge schwimmt knallt er immer wieder gegen eine unsichtbare Wand. Nemo lernt die traurige Realität des Aquariums kennen. Innen einen Kubikmeter Wasser und ein paar hoffnungslose Fische – außen Einblick in eine Zahnarztpraxis. Durch die Wände des Aquarium sieht Nemo aus dem Fenster der Praxis in der Ferne das Meer ... unerreichbar.

Marlin und Dori machen sich derweil auf den langen Weg, auf die Suche nach dem verlorenen Nemo. Dabei gilt es einigen Wirren des Meeres zu begegnen: Haie, die eine Selbsthilfegruppe (Bruce, Hammer & Hart) gegründet haben (Motto: “Alle Fische sind Freunde-kein Futter”), die aber leider einen Rückfall erleiden, heimtückische Quallen, gefräßige Tiefseeanglerfische, Begegnungen mit Walen, Mondfischen, Pelikanen, einem Surf im Ost-Australischen Strom, einer Sippe cooler Schildkröten, mörderische Möwen und, und, und...

Nichts hält Marlin auf, die Suche nach seinen Sohn fortzusetzen. Und die Kunde verbreitet sich bald im Meer, dass es da einen verrückten Clownfisch gibt, der alles daran setzt und den nichts aufhält seinen verlorenen Sohn wiederzufinden.

Für Nemo spitzt sich im Aquarium die Lage zu, da die Fische spitz kriegen, dass er an die Nichte des Zahnarztes verschenkt werden soll, ein zahnspangentragendes Monster, das die Fische in der Plastiktüte totschüttelt.

Nemo startet eine Befreiungsaktion mit seinen neuen Freunden. Doch es scheint aussichtslos.
Da erzählt ihm der Pelikan Nigel, der am Fenster öfter halt macht um dem Zahnarzt bei waghalsigen Zahnoperationen zuzusehen, die verrückte Geschichte eines Clownfisches, der sich durch das ganze Meer kämpft um seinen Sohn zu finden. Nemo kann es nicht glauben: Sein Papa hat ihn nicht aufgegeben! Sein Papa ist unterwegs!
Und nun startet eine waghalsige Rettungsmission für Nemo ... mehr wird nicht verraten.
Aber wer hätte es gedacht: nach einem wilden Abenteuer liegen sich Vater und Sohn wieder in den Armen, ich meinte: in den Flossen.

FINDET NEMO!

Wieder mal ist Weihnachten und pünktlich zum Fest kommt in Deutschland der Disney-Familien-Film ins Kino. Und diesmal ist es ein Film bei dem man kaum zum Luft holen kommt, weil er eben 100% unter Wasser spielt. Coole Charaktere , herausragende Synchronstimmen und nicht zuletzt eine liebevolle und spannende Geschichte. Die Geschichte eines liebenden Vaters, der nichts unversucht lässt und auch sein eigenes Leben nicht schont um seinen verlorenen Sohn wiederzufinden.

Aber, hallo! Da müsste bei uns Christen doch eine Batterie Lampen aufleuchten! Die Geschichten kennen wir doch! Hat nicht Jesus selbst das Gleichnis vom verlorenen Clownfisch erzählt?  ...oder so ähnlich?

DAS GLEICHNIS VOM VERLORENEN CLOWNFISCH!

Da ist zuerst einmal der Vater Marlin. Nemo ist sein ein und alles. Über alles liebt er seinen Sohn und will ihn vor allem Bösen bewahren. Dass er damit Nemo auf den Wecker geht, ist nur allzu menschlich....ich meinte fischig! Mit Nemos Behinderung, der zu klein geratenen Flosse geht er behutsam und liebevoll um. Er nennt Sie nur “Nemos Glücksflosse” Die Liebe hat im Film den dramatischen Hintergrund, das Marlin den Rest der Familie verloren hat und nun alle Gefühle in seinen Sohn steckt. Nemo ist sein ein und alles.
Aber ist Gott nicht genauso zu uns?
Lässt er für uns nicht genauso alles stehen und liegen?
Jesus beschreibt die Liebe Gottes zu uns durch ein Gleichnis, das Gleichnis vom verlorenen Clownfisch.

    Lk 15,3-7
    Jesus sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:
    Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet?
    Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude.
    Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
    Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

Alles, der ganze Besitz von 99 Schafen wird im Stich gelassen um Dich, den verlorenen Sünder zu suchen. Gottes Motiv ist Liebe und er fragt nicht danach, warum das Schaf verloren gegangen ist. Ist es verletzt? Hat es sich verlaufen? Wollte es fliehen? Hatte es die Schnauze voll von der Herde? Das Schaf ist in Not und Gott sucht es! Und er schont sich nicht!

DAS AQUARIUM DEINES LEBENS!

Nemo hat aus eigener Entscheidung und wider alle Warnungen des Vaters das schützende Riff verlassen. Er hat die Gemeinschaft der Fische hinter sich gelassen und die Freiheit im offenen Meer gesucht.
Und was hat er gefunden 1m³ Wasser in einem Aquarium.
Sind wir Menschen nicht genauso?

    Röm 3,23
    Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.

Gott zeigt uns Grenzen in denen ein erfülltes Leben stattfinden kann. In seiner Nähe, in seiner Beziehung. Und alle Menschen schlagen es in den Wind und denken im offenen Meer liegt die wahre Freiheit.
Wo landen wir: im Aquarium!
Am Anfang sieht es klasse aus, aber nach wenigen Schwimmzügen knallen wir gegen eine Glaswand. Von wegen Freiheit ... jetzt sind wir wahrhaft gefangen.
Das ist wirklich Sünde! Das Aquarium ist ein perfektes theologisches Bild für das, was Sünde in der Bibel bedeutet! Eben nicht Mutti 10€ aus der Handtasche zu klauen, sondern auf immer und ewig von Gott und dem Leben getrennt sein, und das ganze aus eigener Schuld!
Da kann man Partys im Aquarium feiern, zum coolen “Haihappen” werden, jeden Tag sein frisches Wasser und Fischfutter bekommen ... letztendlich ist es aussichtslos!
Nemo sieht durch das Fenster der Zahnarztpraxis das Meer. Und da nützt alle Sehnsucht nichts... es ist aussichtslos. Es ist vom Meer getrennt, ob er will oder nicht! Das wahre Leben findet draußen statt, außerhalb Deiner Realität.
Und bald schon wird Nemo klar, welches Schicksal ihn erwartet: der Tod. In einer Plastiktüte zu Tode geschüttelt werden und dann in die Toilette gespült zu werden.
Zu krass?
Das gleiche gilt für uns: Das ist Fact!

    Röm 6,23
    Denn der Sünde Sold ist der Tod ...

ALLES ZU SPÄT, NEMO?

Gibt es Hoffnung für Nemo? Eigentlich ist der Reiz des Filmes, dass man sich gar nicht vorstellen kann, wie Nemo aus diesem Aquarium entkommen will. Ein winziger Clownfisch in einem Glasaquarium, im ersten Stock einer Zahnarztpraxis in Sydney! ...
Wie sollten wir aus diesem Gefängnis der Sünde entkommen? Die Bibel sagt, dass es eigentlich unmöglich ist. Es bleibt der Tod! Aber wieder alle Erfahrung gibt es Hoffnung.

    Jes 59,1-2
    Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart geworden, so dass er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet.

Gott ist Herr über alles und sein Arm ist nicht zu kurz. Wenn es eine Rettung gibt, dann von Ihm. Nicht aus eigener Kraft.

ADVENT, ADVENT, NEMO!

Und dann geschieht etwas erstaunliches. Die Kunde macht sich breit im Meer, dass Marlin auf dem Weg ist! Marlin lässt sich nicht aufhalten zu seinem Sohn zu kommen, um ihn zu retten, auch wenn es eigentlich keine Möglichkeit gibt. Marlin macht das unmögliche möglich! Nemo hört wie sein Vater Haie überlistet, Minen zündet, gegen Quallen kämpft, gegen Anglerfische antritt , und, und und. Und er weiß sicher, sein Papa ist auf dem Weg.
Das ist Adventszeit.
Wir hören davon, dass unsere Rettung naht. Der Heiland kommt. Gott schickt seinen Sohn Jesus, er kommt persönlich um uns aus dem Aquarium des Todes , aus der Sünde zu erretten.
Freude, Hoffnung, .... Papa kommt!
Alles wird gut werden!
Nicht aus eigener Kraft kann Nemo aus dem Aquarium, sondern mit Marlins Hilfe!

    Röm 6,23
    Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

    Eph 2,8-9
    Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.

Gott lässt sich nicht aufhalten, er tut sogar das Unmögliche: Er überwindet den letzten Feind. Jesus geht in den Tod um ihn ein für alle Mal zu überwinden. Und wir werden befreit.
Wir können zurück in die Gemeinschaft mit Gott, zurück zum Leben, zurück ins Riff, raus aus dem Aquarium.

NICHTS WIE RAUS, NEMO!

Nemo bekommt die Gewissheit und wagt den Schritt des Glaubens.
Er geht das Wagnis des Vertrauens ein, in der Gewissheit, dass draußen Papa wartet. Er kann nicht 100% wissen, dass die Flucht gelingt, aber er weiß es ist die einzige Chance für ihn um zu leben!
Nemo muss vertrauen .... und er tut es.
Das bedeutet den Schritt des Glaubens wagen! Letztendlich Jesus zu finden! 
Ist der Glaube nun etwas, das Gott in unsere Herzen schenkt, oder eine eigene Entscheidung?
Wer weiß? Aber wenn Du mit dieser Frage ringst, dann hat Gott den Glauben sicherlich in Dein Herz gelegt und Du kannst Dich auf das Leben mit Gott einlassen. Nemo hat nicht die Hände in den Schoß gelegt, sondern er hat sich finden lassen.
Glaube heißt auch die Entscheidung bewusst zu fällen, das Aquarium verlassen zu wollen und zum Vater zurückkehren zu wollen.
Willst Du der Sünde den Rücken kehren?
Flosse drauf, das ist die richtige Entscheidung!
Vielleicht denkst Du, dass Du schon zu lange weg bist vom Vater, dass Er sicherlich längst aufgegeben hat. Egal wo Du steckt, und wie tief Du in den Bodenschlamm des Aquariums gesunken bist, Gott hat Sehnsucht nach Dir und wird Dich finden.

    Psalm 139,9-12
    9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,
    10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.
    11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein -,
    12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.

MACH DEN PELIKAN!

Nemo hat es von Nigel, dem Pelikan erfahren und Nigel von irgendwelchen Fischen.
Die Gute Nachricht muss sich verbreiten wie ein Lauffeuer.
Rettung ist nahe.
Gott schickt seinen Sohn.
Wir warten auf seine Ankunft!
Es ist nicht zu spät für ein erfülltes Leben.
Ich hab’s Dir heute erzählt, jetzt ist es an Dir das weiterzuerzählen!
Vielleicht ist ja Weihnachten genau die richtige Zeit um die Gute Nachricht weiterzusagen.
Das ist unser Job auf Erden! Weitersagen!
Mach den Pelikan!

Ralpf Wagner 2003